Bangkok. mein Flug hatte 4 Stunden Verspätung, sodass ich erst gegen 2 Uhr Nachts in Bangkok auf der Kao San Road angekommen bin. Die Kao San Road ist DIE Straße für Rucksacktouristen. Viele kommen nur nach Thailand weil man billig trinken und feiern kann. So trifft man nachts auf dieser Straße völlig betrunkene Westler, von denen sich die meisten meiner Meinung nach ziemlich daneben benehmen. Sie verbringen ein paar Nächte in Bangkok und fahren dann in großen AC Bussen in den Süden Thailands, wo sie sich auf Fullmoonpartys noch mehr betrinken können und in billigen Neonshirts am Strand entlang laufen, oder Banananbootfahren können. Ich wusste ja Thailand ist touristisch. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass man südlich von Bangkok mehr Europäer als Thais trifft. Außerdem bin ich aus Indien eine andere Form von Tourismus gewöhnt und habe mich daher die ersten paar Tage in Thailand garnicht sooooo wohl gefühlt. Ich habe in Bangkok jedoch zwei nette Belgier getroffen die mir einen ruhigen schönen Strand in Krabi empfohlen haben. Also hab auch ich mich in einen klimatisierten Bus gesetzt und habe mich auf den Weg gemacht. Der Tonsai Beach ist ein wirklich schöner Strand, an dem man hauptsächlich Kletterer trifft, die ihre Tage damit verbringen die super steilen Felsen hinaufzuklettern. Ich habe mich ein paar Österreichern angeschlossen und mich ebenfalls an einem kleinen Felsen versucht, obwohl mir ziemlich schnell die Arme schlapp wurden.
Ich habe die Tage damit verbracht in meiner Hängematte zu liegen und zu lesen. Immer wieder habe ich Besuch von anderen Reisenden bekommen, die mir Gesellschaft leisten wollten. Besonders wichtig ist dann immer die Frage was man schon alles gemacht hat. Welche Tempel man gesehen hat, wieviele Inseln man sich angesehen hat und wer die schönsten Strandfotos machen konnte. Sehenswürdigkeiten, Wassersportarten und andere Attraktionen sind unglaublich wichtig und scheinen zum Reisen unbedingt dazuzugehören. So klappern viele einen Touristenort nach dem anderen ab, übernachten alle in den gleichen Hotels, welche von den Reiseführern empfohlen wurden, essen alle das gleiche Essen, machen die gleichen Fotos und wollen eine möglichst komfortable Reise. Ich merke, dass ich mich von dieser Form von Tourismus distanzieren möchte. Und trotzdem bin ich ein bisschen in diesem Netz gefangen.
Alles in Allem hatte ich aber auch an diesem Strand eine schöne Zeit, habe mich mit vielen Kletterern gut verstanden und mich sehr darüber gefreut Sayeed kennen gelernt zu haben, einem Inder aus Kerala mit dem ich mich sogar in meinem sehr begrenzten Tamil unterhalten konnte. Außerdem habe ich anderen Reisenden im Tausch gegen ein Essen oder ein Bier, mit Henna die Hände bemalt und so interessante Leute getroffen.
Ich hatte aber nicht das Bedürfnis von einem überfüllten Strand zum anderen zu reisen und bin ein paar Tage dort geblieben, bis ich einen Australier getroffen habe, der in Cambodia wohnt und mir einige Reisetipps gegeben hat. Ich habe mich zwei Mädels angeschlossen und bin mit dem Nachtbus zurück nach Bangkok, um einen Tag später nach Cambodia aufzubrechen.
Im Bus habe ich Clemens getroffen, der ein Jahr in Indien studiert hat und mit dem ich zusammen nach Battambang gefahren bin, der Stadt in der ich mich momentan befinde. Nach einem langen komplizierten Grenzübergang sind wir nachts in Battambang ausgestiegen, haben Doller abgehoben und uns ein Guesthouse gesucht. In dieser Stadt gibt es kaum Touristen. Ich habe endlich das Gefühl in Asien angekommen zu sein. Nach unserem Frühstück haben wir uns ein Moped gemietet und sind durch die Vororte dieser Stadt gefahren, die mich total begeistert. Die Menschen sind uns heute so freundlich und hilfsbereit begegnet wie ich es lange nicht mehr erlebt hab. Wir wurden von einer Familie in den Garten gebeten, haben Bier getrunken, gegessen, Karaoke gesungen und ich habe mit den Kindern mit Stöcken im Sand Bilder gemalt. Einige Stunden haben wir so verbracht, uns mit Zeichensprache und gebrochenem Englisch unterhalten und sehr viel gelacht. Egal wie beeindruckend die Tempel von Angkor Wat wohl sind, die ich in zwei Tagen besichtigen werde, wie schön die Strände und wie nett andere Reisende sind, bin ich so froh nur für ein paar Stunden mit dieser herzlichen Familie verbracht zu haben.
Und plötzlich fühlt sich alles leichter an, die Palmen wirken grüner, das Lächeln der Menschen breiter, der Wind weht mir beim Rollerfahren durchs Haar und ich freue mich auf die nächsten Tage in diesem faszinierenden Land.
Alles in Allem hatte ich aber auch an diesem Strand eine schöne Zeit, habe mich mit vielen Kletterern gut verstanden und mich sehr darüber gefreut Sayeed kennen gelernt zu haben, einem Inder aus Kerala mit dem ich mich sogar in meinem sehr begrenzten Tamil unterhalten konnte. Außerdem habe ich anderen Reisenden im Tausch gegen ein Essen oder ein Bier, mit Henna die Hände bemalt und so interessante Leute getroffen.
Ich hatte aber nicht das Bedürfnis von einem überfüllten Strand zum anderen zu reisen und bin ein paar Tage dort geblieben, bis ich einen Australier getroffen habe, der in Cambodia wohnt und mir einige Reisetipps gegeben hat. Ich habe mich zwei Mädels angeschlossen und bin mit dem Nachtbus zurück nach Bangkok, um einen Tag später nach Cambodia aufzubrechen.
Im Bus habe ich Clemens getroffen, der ein Jahr in Indien studiert hat und mit dem ich zusammen nach Battambang gefahren bin, der Stadt in der ich mich momentan befinde. Nach einem langen komplizierten Grenzübergang sind wir nachts in Battambang ausgestiegen, haben Doller abgehoben und uns ein Guesthouse gesucht. In dieser Stadt gibt es kaum Touristen. Ich habe endlich das Gefühl in Asien angekommen zu sein. Nach unserem Frühstück haben wir uns ein Moped gemietet und sind durch die Vororte dieser Stadt gefahren, die mich total begeistert. Die Menschen sind uns heute so freundlich und hilfsbereit begegnet wie ich es lange nicht mehr erlebt hab. Wir wurden von einer Familie in den Garten gebeten, haben Bier getrunken, gegessen, Karaoke gesungen und ich habe mit den Kindern mit Stöcken im Sand Bilder gemalt. Einige Stunden haben wir so verbracht, uns mit Zeichensprache und gebrochenem Englisch unterhalten und sehr viel gelacht. Egal wie beeindruckend die Tempel von Angkor Wat wohl sind, die ich in zwei Tagen besichtigen werde, wie schön die Strände und wie nett andere Reisende sind, bin ich so froh nur für ein paar Stunden mit dieser herzlichen Familie verbracht zu haben.
Und plötzlich fühlt sich alles leichter an, die Palmen wirken grüner, das Lächeln der Menschen breiter, der Wind weht mir beim Rollerfahren durchs Haar und ich freue mich auf die nächsten Tage in diesem faszinierenden Land.

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