Erinnert mich total an die Inderinnen hier. Schoene dunkle Haare, goldene Ohrringe und der rote Pukt auf der Stirn, mit den Wasserkruegen auf dem Kopf
Wir sind dann das Wochenende über in der Stadt geblieben. Nachdem wir unsere Saris vom Schneider abgeholt haben, sind wir ins Kino gegangen und haben uns einen ganz typischen, indischen Liebesfilm angesehen. Vorallem die Männer, die im Kino in der Überzahl waren; klatschten und lachten begeistert auf, wenn etwas besonders lustiges passierte.
Nach diesem erholenden Wochenende sind wir wieder zurück aufs Dorf gefahren.
Momentan wissen wir noch nicht so richtig was wir tun können, wenn die Kinder vormittags in der Schule sind. Nachmittags spielen wir mit den Kindern, soweit es möglich ist. Ein paar Schwierigekeiten haben sich ergeben, als wir vorhatten Reise nach Jerusalem mit den Kindern zu spielen. Das erste Problem bei der Planung war, dass die tauben Kinder die Musik nicht hören können. Die blinden Kinder könnrn die Stühle nicht sehen. Außerdem gibt es gar keinen CD Player geschweige denn Stühle.
Es ist also schwierig ein Spiel zu finden, bei denen alle Kinder mitspielen können, die Interesse haben.Gestern haben wir Papierboote mit ihnen gebastelt und sie auf den kleinen See hinterm Haus schwimmen lassen. Meißtens mischen wir uns einfach unter die Kinder und spielen ihre Spiele mit, lernen Tamil und Signlanguage mit den tauben Kindern zusammen.
Ich versuche jeden Tag einmal auf eine Palme zu klettern, scheitere aber kläglich. Die Kinder machen mir es immer vor und klettern geschickt die Palme hoch um mir eine Koksnuss zu pflücken, aus der Luise und ich dann das süße Kokosnusswasser trinken. Beim ersten Kletterversuch sagte ein kleiner Junge, der sieben oder höchstens acht Jahre alt sein mag:“No, no, ladies no!“ Dies zeigt schon recht deutlich das Rollenbild der Frau hier in in Indien, von dem ich ein anderes Mal noch genauer berichten werde
Nach dem Spielen setzen sich alle Kinder auf den Boden, beten und singen christliche Lieder. Anschließend holt sich jeder seinen Teller, geht zur Köchin und lässt sich einen Haufen Reis mit Soße geben. Zum Essen sitzen alle auf den Boden. Es ist ratsam sich nicht direkt neben die Tür zu setzen. Vielleicht kann man so verhindern, dass ein blinder barfüßiger Junge beim Betreten des Raumes auf den Teller tritt, von dem man gerade isst.
Nach dem Essen unterrichten Luise und ich jeweils fünf Kinder in Englisch.
Nächste Woche fahren wir wahrscheinlich mit unserem Chef und ein paar Integrationshelfern in naheliegende Dörfer, besuchen Kinder mit Behinderungen und ihre Familien und gehen in Schulen.
Ich schicke euch Jasminblüten für die Haare, frisches Kokosnusswasser zum trinken und ganz ganz liebe Grüße